NOVOVESKÁ KYSELKA, ehemals ein Quell von ruhmreichem Namen
Die ersten schriftlichen Berichte über den Sauerbrunnen von Neudorf (Novoveská kyselka) stammen aus den Jahren 1820 und 1822, als seine Quelle erstmals in einer hölzernen Fassung für den Bedarf des Försters aus dem nahe gelegenen Forsthaus gefasst wurde; später wurde das Wasser in die ganze Welt exportiert.

Ihre Beliebtheit nahm jedoch stetig zu, weshalb sie für Analysen an den bedeutenden Prager Chemiker Johann Steinmann übergeben wurde. Dank der hohen Qualität der Quelle wurde die Fassung im Jahr 1873 modernisiert und auf eine Tiefe von 4 Metern vertieft. Bereits zu dieser Zeit wurde das Quellwasser in Tonkrüge abgefüllt und auf der berühmten Weltausstellung in Wien unter dem Namen „Petschauer Sauerbrunn“ (Bečovská kyselka) präsentiert.
Die steinerne Brunnenfassung, die bis heute erhalten geblieben ist, stammt aus dem Jahr 1893. Darunter wurde ein über 17 Meter tiefer Schacht ausgehoben, der sorgfältig mit Granitquadern ausgemauert wurde. Der Brunnen wurde mit einer 2 cm dicken Glasplatte abgedeckt, und über der Fassung wurde ein großer achteckiger Pavillon errichtet. Die Quelle stieg nur bis zu einer Höhe von 3 m unter dem Erdniveau auf, weshalb sie zur Abfüllung über einen Überlauf in einen kleinen Keller neben dem Schacht geleitet wurde. Da sich dort jedoch gefährliches Kohlendioxid ansammelt, ist dieser Bereich heute unzugänglich.
In der Zeit der größten Blüte wurde die Quelle unter dem Namen „Neudorfer Sauerbrunn“ (Novoveská kyselka) verkauft. Neben einem Flaschenlager standen hier ein einstöckiges Verwaltergebäude, ein Büro und Pferdeställe. Von diesen Gebäuden sind nur noch Ruinen erhalten.
Nach 1901 kümmerte sich die Familie Moser aus Karlsbad um den Betrieb. In dieser Zeit wurde auch ein jährlicher Absatz von bis zu einer Million Flaschen erreicht, und deren Volumen von 0,33 l wurde zum Standard auch für andere Betriebe. Im Jahr 1938 übernahm die Firma Sudetenquelle GmbH aus Berlin die Abfüllanlage. Diese vertrieb das Wasser zusammen mit anderen Heilwässern unter dem Namen „Sudetenquelle“, unter anderem auch an die Afrikafront. Die Abfüllung lief noch kurze Zeit nach 1945 weiter, wurde jedoch mit der Einrichtung des Truppenübungsplatzes Prameny eingestellt, woraufhin das gesamte Areal verfiel.
Seit 1995 wird die Quelle durch Tiefbohrungen gefasst und zusammen mit anderen Quellen dieser Region über eine Rohrleitung in die Abfüllanlage nach Einsiedl (Mnichov) geleitet, wo sie unter dem gemeinsamen Namen „Magnesia“ verkauft wird.











